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 Motiv: © momius - Fotolia.com

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31.01.2018

Saisonaler Anstieg der Arbeitslosigkeit


Die Arbeitslosigkeit ist im Januar erwartungsgemäß gestiegen. Die Entwicklung folgt damit dem üblichen saisonalen Muster. Ein Zeichen für den sehr robusten saarländischen Arbeitsmarkt ist aber, dass der Anstieg in diesem Jahr nur sehr verhalten ausfiel. Bis ins Jahr 2008 – also zehn Jahre – muss man in der Statistik zurückgehen, um einen ähnlich geringen Anstieg der Arbeitslosigkeit über einen Jahreswechsel zu finden. Aktuell sind im Saarland knapp 34.600 Menschen arbeitslos. Das sind zwar gut 2.000 Arbeitslose mehr als im Dezember, aber fast 2.500 weniger als noch vor Jahresfrist. Die aktuelle Arbeitslosenquote liegt an der Saar jetzt bei 6,6 Prozent (Bund: 5,8 Prozent). Im Ranking der Bundesländer liegt das Saarland unverändert auf dem achten Platz.

Im Januar sind sowohl die Jugendarbeitslosigkeit als auch die Arbeitslosigkeit älterer Menschen gestiegen. Das gilt für das Saarland und den Bund gleichermaßen. Die Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen liegt an der Saar aktuell bei 5,1 Prozent und im Bund bei 4,8 Prozent. Die Quote der 55 bis unter 65-Jährigen stieg im Saarland und im Bund im Gleichschritt an. Beide Quoten liegen damit jetzt bei 6,4 Prozent.

Im November (neuere Zahlen liegen noch nicht vor) ist die Beschäftigung an der Saar im Vergleich zum Vormonat weiter gestiegen (+0,2 Prozent); im Bund nur um +0,1 Prozent. Im Vorjahresvergleich – also gegenüber November 2016 – sieht es im Bund aber weiterhin deutlich besser aus. Mit einem Plus von 2,4 Prozent verzeichnet er nach wie vor einen erheblich kräftigeren Beschäftigungszuwachs als das Saarland, das nur auf +1,5 Prozent kommt und damit erneut den drittletzten Platz im Ländervergleich belegt. Mit 391.800 Beschäftigten waren an der Saar aber rund 5.800 Menschen mehr in Arbeit als noch im November 2016. Das ist abermals ein neues Rekordhoch. Neue Arbeitsplätze entstanden dabei vorwiegend im Gesundheits- und Sozialwesen, im Handel und bei den Verkehrs- und Logistikdienstleistern sowie in der Zeitarbeit. Abgebaut wurde Beschäftigung in der Industrie und bei den Finanzdienstleistern.

„Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar kommt nicht überraschend. Er fällt diesmal aber schwächer aus als in den Vorjahren. Das beweist, wie robust der saarländische Arbeitsmarkt ist und wie stark er vom anhaltenden konjunkturellen Aufschwung gestützt wird. Für den weiteren Jahresverlauf sind wir zuversichtlich, dass sich der positive Trend fortsetzt. Wir erwarten deshalb 3.000 zusätzliche Arbeitsplätze in diesem Jahr und eine Absenkung der Arbeitslosenquote auf unter sechs Prozent. Die Kehrseite der guten Entwicklung ist, dass des den Betrieben immer schwerer fällt, geeignete Fachkräfte zu finden. Es müssen daher verstärkt die bislang noch ungenutzten Erwerbspotenziale von Frauen, Älteren und Migranten aktiviert werden und mehr flexible Anreize zur Erhöhung des Arbeitsvolumens gesetzt werden.“ So kommentierte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Heino Klingen die heute von der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit vorgelegten Arbeitsmarktzahlen.
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