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 Motiv: ©contrastwerkstatt - Fotolia.com

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Arbeitsmarkt auf Rekordkurs

Fachkräftesicherung wird immer mehr zum Problem


Die positive Entwicklung des saarländischen Arbeitsmarkts setzt sich weiter fort. Die Arbeitslosenquote ist im September auf unter sechs Prozent gesunken. Mit aktuell 31.245 Arbeitslosen wurde sogar ein neuer Tiefststand erreicht. Auch im Bund sank die Arbeitslosigkeit wieder, nachdem sie im August noch leicht gestiegen war. Die Bundesquote beträgt jetzt fünf Prozent. Im Ranking der Bundesländer belegt das Saarland unverändert den neunten Platz. Spitzenreiter ist weiterhin Bayern mit einer Quote von 2,8 Prozent – das ist faktisch Vollbeschäftigung. Schlusslicht bleibt Bremen mit 9,7 Prozent.

Auch die Jugendarbeitslosigkeit ist im September weiter gesunken. Allerdings im Bund deutlich stärker als an der Saar. Die Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen sank hierzulande nur um 0,1 Punkte auf jetzt 5,5 Prozent. Im Bund hingegen um 0,6 Punkte auf 4,8 Prozent. Damit hat sich das Saarland wieder vom Bundesschnitt entfernt. Unverändert zäh verläuft der Abbau der Arbeitslosigkeit älterer Menschen. Im Saarland wie auch im Bund ist in diesem Arbeitsmarktsegment zurzeit nur wenig Bewegung feststellbar. An der Saar sank die Quote der 55 bis unter 65-Jährigen erneut nur leicht auf 5,5 Prozent und im Bund auf 5,4 Prozent. Weiterhin deutlich hinterher hinkt das Saarland bei der Ausländerarbeitslosigkeit. An der Saar liegt die Quote arbeitsloser Ausländer jetzt bei 18,5 Prozent, im Bund nur bei 12,3 Prozent.

Im Juli (neuere Zahlen liegen noch nicht vor) ist die Beschäftigung im Vergleich zum Vormonat im Saarland wieder gestiegen. Allerdings war nur ein minimaler Anstieg von +0,1 Prozent feststellbar. Im Bund ist sie sogar leicht gesunken. Eine derartige Entwicklung ist jahreszeitlich aber durchaus nicht unüblich. Im Vorjahresvergleich - also gegenüber Juni 2017 - sieht es insgesamt erheblich besser aus. Dabei hat der Bund allerdings nach wie vor die Nase deutlich vorn. Deutschlandweit fällt der Beschäftigungszuwachs mit einem Plus von 2,2 Prozent um einiges kräftiger aus als im Saarland, das nur auf +1,4 Prozent kommt und damit unverändert den drittletzten Platz im Ländervergleich belegt. Mit 389.300 Beschäftigten waren an der Saar zuletzt aber rund 5.200 Menschen mehr in Arbeit als noch ein Jahr zuvor. Neue Arbeitsplätze entstanden vorwiegend im Verarbeitenden Gewerbe, bei den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen und in der Zeitarbeit. Auch die sonstigen und privaten Dienstleistungen sowie der Bereich Information und Kommunikation (IKT) bauten Beschäftigung auf. Rückläufig war sie dagegen im Baugewerbe, bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen wie etwa den Hausmeistercervices, den Wach- und Sicherheitsdiensten und den Call-Centern. Auch die Finanzdienstleister und der Bereich Erziehung und Unterricht bauten Arbeitsplätze ab.

„Die aktuelle Entwicklung der Arbeitsmarktdaten zeigt, dass der Arbeitsmarkt weiterhin freundlich tendiert. Wir erwarten deshalb - trotz der zuletzt deutlich eingetrübten Konjunkturaussichten - für die kommenden Monate einen weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit und eine Fortsetzung des Beschäftigungsaufbaus. Wir halten an unserer Prognose von 3.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen und einer Absenkung der Arbeitslosenquote auf unter sechs Prozent im Jahresdurchschnitt fest. Kehrseite der Medaille ist allerdings der zunehmende Fachkräftemangel, der es vielen Betrieben erschwert, geeignete Mitarbeiter und Auszubildende zu finden.“ So kommentierte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Heino Klingen die heute (28. September) von der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit vorgelegten Arbeitsmarktzahlen.
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Arbeitsmarkt auf Rekordkurs