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21.02.2011

IHK: Aufschwung im Saarland bleibt kraftvoll

Saar-Unternehmen wollen mehr investieren als im Vorjahr


Die Saarwirtschaft bleibt auf einem robusten Wachstumskurs. Die Geschäftslage hat sich im Februar nochmals verbessert. Der IHK Lageindikator, der die Einschätzungen der Betriebe zur Geschäftslage widerspiegelt, ist im Februar gegenüber dem Vormonat nochmals stark gestiegen: von 31,5 auf 35 Punkte. Das ist der höchste Stand seit Mai 2008 – also seit der Vorkrisenzeit. Vor allem in der Industrie hat sich die Lage weiter aufgehellt. Jedes zweite Unternehmen berichtet hier inzwischen über eine „gute Geschäftslage“. Freundlich bleiben auch die Aussichten für die kommenden Monate. Der IHK-Erwartungsindikator bewegt sich trotz eines leichten Rückgangs mit 14,6 Punkten weiterhin deutlich auf positivem Terrain und signalisiert damit weiteres Wachstum. „Anzeichen für eine nachlassende Dynamik sind derzeit nicht auszumachen. Zwar fallen die Zuwächse im Auslandsgeschäft nicht mehr ganz so stark aus wie im Vorjahr, doch wird das durch positive Impulse beim privaten Konsum und eine steigende Inlandsnachfrage nach Investitionsgütern mehr als ausgeglichen. Auch im Saarland wollen die Unternehmen in diesem Jahr mehr investieren als im Vorjahr. Der Aufschwung bleibt kraftvoll und gewinnt insgesamt an Breite. Wir erhöhen deshalb unsere Prognose für das Saarwachstum in 2011 von bisher drei auf 3,5 Prozent. Die Saarwirtschaft würde damit erneut stärker wachsen als die deutsche Wirtschaft (DIHK-Prognose für Deutschland: 3,0 Prozent).“ So kommentierte IHK-Hauptgeschäftsführer Volker Giersch die Februar-Umfrage der IHK Saarland, an der sich 300 Unternehmen mit rund 120.000 Beschäftigten beteiligten.

Über alle Branchen gesehen bewerten derzeit 42 Prozent der befragten Unternehmen ihre Geschäftslage mit gut, 50 Prozent mit befriedigend und nur noch acht Prozent mit schlecht. Über lebhafte Geschäfte berichten vor allem Unternehmen aus dem Fahrzeugbau, dem Maschinenbau, der Stahlindustrie, der Medizin- und Steuerungstechnik, der Gummi- und Kunststoffindustrie sowie dem Stahl- und Leichtmetallbau. Gute Stimmung herrscht auch in den industrienahen Dienstleistungsbereichen, so etwa in der IT-Wirtschaft und im Transportgewerbe. Dagegen ist die Lage im Ernährungsgewerbe, in der Bauwirtschaft und im Handel bislang noch eher durchwachsen. Giersch: „Die Auftriebskräfte gewinnen allerdings auch hier zunehmend die Oberhand; dies vor allem dank des positiven Trends auf dem Arbeitsmarkt. So erwarten rund 12 Prozent der Handelsunternehmen für die Frühjahrs- und Sommermonate bessere, nur zwei Prozent schlechtere Geschäfte.“

Investitionen ziehen an

In der Industrie hat die weiter steigende Produktion dazu geführt, dass mehr und mehr Betriebe an ihre Kapazitätsgrenze stoßen. Die Unternehmen planen deshalb, in diesem Jahr wieder mehr zu investieren: 43 Prozent wollen ihre Investitionsbudgets aufstocken, nur 24 Prozent wollen sie zurückfahren. Giersch: „Die Unternehmen realisieren jetzt Investitionsprojekte, die sie in der Krise zurückgestellt haben. Dabei handelt es sich zu einem guten Teil um Erweiterungsinvestitionen und um Investitionen in die Entwicklung neuer Produkte und Verfahren.“

Die Arbeitslosigkeit, die zu Jahresbeginn durch das Winterwetter gestiegen ist, wird zum Frühjahr hin wieder sinken. Denn viele Unternehmen planen für die kommenden Monate Neueinstellungen. Giersch: „Bis zum Ende des Jahres rechnen wir mit einem Zuwachs von bis zu 5.000 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen. Parallel dazu dürfte die Zahl der Arbeitslosen von derzeit rund 38.000 auf 33.000 im Jahresschnitt sinken.“