Offizielle Internetpräsentation der IHK Saarland



 Motiv: © vege - fotolia.com

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Kennzahl: 1990

Energieeinkauf, Energiesteuern und Strompreis-Umlagen


Energieeinkauf

Das Internet bietet zahlreiche Informationen zu Strom- und Gasanbietern, Strom- und Gaspools (Zusammenschluss mehrerer Kunden mit dem Ziel, von den Anbietern als Gesamtheit günstigere Konditionen zu erhalten), Strom- und Gastarifen sowie Tarifrechnern. Gerade über letztere können sich Unternehmen die Kosten Ihres Strom- oder Gasverbrauchs bei anderen Anbietern ermitteln lassen.

Bei einem Wechsel des Stromanbieters sollten folgende Punkte beachtet werden:
  • Grundpreis (sollte die Zählergebühr enthalten)
  • Arbeitspreis (sollte alle Netzentgelte, Umlagen und Steuern enthalten)
  • Bereitstellungspauschale (wenn der Mindestverbrauch unterschritten wird)
  • Vertragslaufzeit (Fristen beim neuen Vertrag beachten)
  • Lieferbeginn (auf einem festen Lieferbeginn bestehen)
Die Kündigung beim alten Anbieter erledigt der neue Stromversorger. Der alte Anbieter liefert immer so lange, bis der neue Anbieter übernimmt.

Zur Förderung des Wettbewerbs trägt auch eine verbesserte Markttransparenz bei. Um den gewerblichen Energienachfragern die Marktübersicht zu erleichtern und die Informationskosten zu senken, bietet die IHK-Organisation eine Adressensammlung der Strom- und Gashändler sowie der Berater für den Strom- und Gaseinkauf zum Download an.

Interessierte Anbieter können sich kostenlos in dieses Verzeichnis über das Umweltfirmen-Informationssystem der deutschen Industrie- und Handelskammern (IHK-UMFIS) aufnehmen lassen.

Entlastungsmöglichkeiten bei Steuern und Abgaben im Energiebereich – Übersicht bestehender Fristen

Ob Energie- und Stromsteuerdurchführungs-Verordnung, KWKG oder EEG – in verschiedenen Gesetzen und Verordnungen sind Voraussetzungen und Verfahren definiert, die es Unternehmen anlassbezogen ermöglichen, die Belastungen aus einzelnen Energiekostenbestandteilen zu reduzieren. Der DIHK hat eine chronologische Übersicht der Melde- und Nachweisfristen  zusammengestellt, die für die Inanspruchnahme dieser Erleichterungen und Vergünstigungen zu berücksichtigen sind.

Energie- und Stromsteuer – Berechnungstool für die Be- und Entlastungen

Unternehmen können mit Hilfe einer von der IHK Lippe zu Detmold entwickelten Excel-Tabelle ihre Energiesteuerlast und mögliche Entlastungen selbst berechnen. Das aktuelle "Energiesteuerberechnungsmodul", enthält die Tabellenblätter für die Steuerjahre 2016 und 2017 und berechnet automatisch die möglichen Erstattungsansprüche nach Stromsteuergesetz (StromStG) bzw. Energiesteuergesetz (EnergieStG).

Der "Spitzenausgleich" gemäß § 10 StromStG und § 55 EnergieStG kann nur beantragt werden, wenn ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001, ein Umweltmanagementsystem nach EMAS-Verordnung oder in kleinen und mittleren Unternehmen ein alternatives System nach SpaEfV erfolgreich eingeführt worden ist. Eine gültige Zertifizierung bzw. Validierung muss dazu nachgewiesen werden. EMAS-Unternehmen können bei ihrer Registrierungsstelle eine Bestätigung über die Gültigkeit ihrer Registrierung anfordern. Für alle anderen Entlastungsmöglichkeiten ist kein zertifiziertes Energiemanagement, validiertes Umweltmanagement nach EMAS oder alternatives System erforderlich.                            
Formulare zur Steueranmeldung und zur Beantragung der Steuererstattungen für die "Energiesteuer" und die "Stromsteuer" finden sich im Bereich „Verbrauchssteuern“ des Online-Formular-Center der Bundeszollverwaltung.

Weitere Informationen zum Antragsverfahren finden sich im Merkblatt der IHK Lippe zu Detmold: "Energie- und Stromsteuer - Ermäßigungen für das produzierende Gewerbe".

Strompreis-Umlagen-Rechner

Mit Hilfe einer ebenfalls von der IHK Lippe zu Detmold entwickelten Excel-Tabelle können private und gewerbliche Stromverbraucher ihre Umlagen-Belastung im Jahr 2017 berechnen und mit der des Vorjahres vergleichen. Unternehmen des produzierenden Gewerbes können gleichzeitig prüfen, ob sich der Aufwand für einen Antrag auf Ermäßigung z.B. der EEG-Umlage oder der anderen Umlagen auf den Strompreis überhaupt lohnt.

Fast alle Umlagen steigen 2017, insbesondere für Verbräuche über einer Gigawattstunde (1.000.000 Kilowattstunden). So zahlt ein Unternehmen mit einem jährlichen Stromverbrauch von 500 Megawattstunden 2017 über 38.000 Euro allein für die Umlagen (+6,4 Prozent). Bei einem Stromverbrauch von 2.000 Megawattstunden steigen die Umlagen sogar um 7,6 Prozent. In Unternehmen, die keinerlei Ermäßigungen in Anspruch nehmen können, machen die Umlagen mehr als 40 Prozent des Strompreises aus. Private Haushalten zahlen über 35 Prozent ihres Netto-Strompreises für Umlagen. Knapp 90 Prozent fließen weiterhin in die Umlage für Erneuerbare Energien (EEG-Umlage).
 
Für die Berechnung der eigenen Belastung muss nur der Jahresstromverbrauch sowie ggf. der Preis je Kilowattstunde in den Strompreis-Umlagen-Rechner eingegeben werden. Dieser zeigt dann, die Höhe der EEG-Umlage, der KWK-Umlage, der StromNEV-Umlage, der Offshore-Haftungsumlage und der Umlage für abschaltbare Lasten und wie sich diese im Vergleich zum Vorjahr entwickelt haben.

Mit der Eingabe des Stromkostenanteils am Umsatz können Unternehmen des produzierenden Gewerbes zudem prüfen, ob Ermäßigungen bei den Umlagen möglich sind und wie hoch diese ausfallen. Der Strompreis-Umlagen-Rechner berücksichtigt alle Fallgestaltungen der Besonderen Ausgleichsregelung des aktuellen Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG). Für die korrekte Berechnung ist die Eingabe der Stromkostenintensität und in Einzelfällen der Bruttowertschöpfung erforderlich.



Ihr Anliegen ist unser Auftrag

Ihr Anliegen ist unser Auftrag

Energieeinkauf, Energiesteuern und Strompreis-Umlagen