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 Motiv: ©contrastwerkstatt - Fotolia.com

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Arbeitsmarkt trotz schwacher Konjunktur weiter freundlich


Die positive Entwicklung des saarländischen Arbeitsmarktes setzt sich ungeachtet der inzwischen deutlich spürbaren konjunkturellen Eintrübung weiter fort. Die Arbeitslosigkeit ist auch im November nochmals gesunken. Mit aktuell 30.062 Arbeitslosen war sie seit mehr als 25 Jahren nicht mehr so niedrig. Die Arbeitslosenquote liegt hierzulande jetzt bei 5,7 Prozent. Auch im Bund sank die Arbeitslosigkeit erneut. Die Quote fiel auf 4,8 Prozent. Im Ranking der Bundesländer belegt das Saarland jetzt allein den achten Platz. Spitzenreiter ist weiterhin Bayern mit einer Quote von 2,7 Prozent – das ist faktisch Vollbeschäftigung. Schlusslicht bleibt Bremen mit 9,3 Prozent.

Weiter gesunken ist im November auch die Jugendarbeitslosigkeit. Allerdings nicht mehr so stark wie noch im Vormonat. An der Saar fiel die Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen auf 4,6 Prozent. Im Bund beträgt sie aktuell 4,1 Prozent. Der Abstand zum Bundesschnitt ist damit wieder geringfügig angewachsen. Der Abbau der Arbeitslosigkeit älterer Menschen kommt dagegen im Saarland wie auch im Bund nicht weiter voran. In diesem Arbeitsmarktsegment ist schon seit Monaten keine Bewegung mehr feststellbar. An der Saar liegt die Quote der 55 bis unter 65-Jährigen unverändert bei 5,5 und im Bund bei 5,4 Prozent. Leicht Fortschritte zeigen sich inzwischen auch der Bekämpfung der Ausländerarbeitslosigkeit. Allerdings hinkt das Saarland dem Bund hierbei unverändert deutlich hinterher. An der Saar liegt die Quote arbeitsloser Ausländer aktuell bei 17,6 Prozent, im Bund bei 12 Prozent.

Die Beschäftigung ist auch im September (neuere Zahlen liegen noch nicht vor) weiter gestiegen. Im Vormonatsvergleich fiel der Anstieg im Saarland mit +0,5 Prozent diesmal jedoch schwächer aus als im Bund mit +0,9 Prozent. Auch im Vorjahresvergleich - also gegenüber September 2017 - hat der Bund deutlich die Nase vorn. Deutschlandweit fällt der Beschäftigungszuwachs mit einem Plus von 2,1 Prozent um einiges kräftiger aus als im Saarland, das nur auf +1,4 Prozent kommt und damit den fünftletzten Platz im Ländervergleich belegt. Dennoch wurde mit 395.900 Beschäftigten eine neue Rekordmarke an der Saar erreicht. Damit sind rund 5.400 Menschen mehr in Arbeit als noch ein Jahr zuvor. Neue Arbeitsplätze entstanden dabei vorwiegend im Verarbeitenden Gewerbe, bei den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen, im Sozialwesen und in der Zeitarbeit. Rückläufig war die Beschäftigung dagegen bei sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen und bei den Finanzdienstleistern.

„Der saarländische Arbeitsmarkt tendiert trotz schwacher Konjunktur weiter freundlich. Die Arbeitslosigkeit ist weiter zurückgegangen und die Beschäftigung erklimmt neue Höchststände. Im weiteren Verlauf des Winterhalbjahres dürfte die positive Entwicklung andauern. Neue Mitarbeiter werden vor allem im Dienstleistungsgewerbe und im sozialpflegerischen Bereich eingestellt. Allerdings wird der Beschäftigungsaufbau hier und im verarbeitenden Gewerbe wegen fehlender Fachkräfte zunehmend an Grenzen stoßen. Deshalb kommt es jetzt darauf an, dass die Landesregierung zügig eine Anwerbestrategie für den EU-Binnenmarkt auf den Weg bringt.“ So kommentierte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Heino Klingen die heute (29. November) von der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit vorgelegten Arbeitsmarktzahlen.
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Ihr Anliegen ist unser Auftrag

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Arbeitsmarkt trotz schwacher Konjunktur weiter freundlich