Offizielle Internetpräsentation der IHK Saarland



 Motiv: ©contrastwerkstatt - Fotolia.com

Motiv: ©contrastwerkstatt - Fotolia.com

Kennzahl: 1854

Saar-Arbeitsmarkt trotzt der schwachen Konjunktur


Das konjunkturelle Umfeld hat sich für das Saarland in den vergangenen Monaten deutlich eingetrübt. Am Arbeitsmarkt ist diese Entwicklung jedoch noch nicht angekommen. Der Saar-Arbeitsmarkt erweist sich im Gegenteil als sehr robust und bleibt wegen der nach wie vor hohen Kräftenachfrage der Unternehmen weiterhin aufnahmefähig. Mit Einsetzen der jahreszeitlich üblichen Frühjahrsbelebung ist die Arbeitslosigkeit im März deshalb auch weiter gesunken. Aktuell sind im Saarland 32.094 Arbeitslose gemeldet. Die Quote sank auf sechs Prozent. Die Entwicklung im Bund verlief ähnlich: Die Arbeitslosigkeit ist gesunken und die Quote sank auf jetzt 5,1 Prozent. Im Ranking der Bundesländer verharrt das Saarland auf den neunten Platz. Spitzenreiter ist Bayern mit einer Quote von 3,0 Prozent – das ist faktisch Vollbeschäftigung. Schlusslicht bleibt Bremen mit 9,8 Prozent.

Auch die Jugendarbeitslosigkeit hat dem allgemeinen Trend folgend im März wieder abgenommen. Diese Entwicklung war vorhersehbar und hängt mit den Besonderheiten des beruflichen Ausbildungssystems zusammen. Die Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen sank hierzulande von fünf auf 4,8 Prozent. Im Bund von 4,6 auf 4,5 Prozent. Leicht rückläufig ist ebenfalls die Arbeitslosigkeit älterer Menschen. Im Saarland liegt die Quote der 55 bis unter 65-Jährigen jetzt bei 5,8 Prozent und im Bund bei 5,7 Prozent. Die Fortschritte bei der Bekämpfung der Ausländerarbeitslosigkeit bleiben weiter bescheiden. Die Quote arbeitsloser Ausländer sank an der Saar von 19 auf 18,9 Prozent, im Bund von 12,9 auf 12,7 Prozent. In allen Teilsegmenten des Arbeitsmarktes hinkt das Saarland dem Bund also weiter hinterher.

Die Beschäftigung ist im Januar (neuere Zahlen liegen noch nicht vor) erwartungsgemäß weiter gesunken. Das entspricht dem üblichen saisonalen Verlauf über den Jahreswechsel und im Winter. In allen Bundesländern fällt deshalb auch der Vormonatsvergleich erneut negativ aus. Im Vorjahresvergleich - also gegenüber Januar 2018 – zeigen sich hingegen wieder überall Zuwächse. Verglichen mit dem Saarland hat der Bund dabei jedoch weiterhin deutlich die Nase vorn. Deutschlandweit fällt der Beschäftigungszuwachs mit einem Plus von 2,0 Prozent um einiges kräftiger aus als im Saarland, das nur auf +0,9 Prozent kommt und damit jetzt den drittletzten Platz im Ländervergleich belegt (die letzten Plätze besetzen Thüringen und Sachsen-Anhalt). Mit 390.900 Beschäftigten waren im Januar an der Saar rund 3.500 Menschen mehr in Arbeit als noch ein Jahr zuvor. Neue Arbeitsplätze entstanden dabei vorwiegend im Verarbeitenden Gewerbe, bei den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen, im Gesundheitswesen, im Bereich Verkehr und Logistik sowie im Bereich Information und Kommunikation. Rückläufig war die Beschäftigung dagegen in der Zeitarbeit, bei den Finanzdienstleistern, bei sonstigen Dienstleistungen und im Bereich Erziehung und Unterricht.

„Der saarländische Arbeitsmarkt zeigt sich trotz der inzwischen deutlich schwächelnden Konjunktur weiterhin sehr robust. Nach wie vor suchen viele Unternehmen Fachkräfte. Die beginnende saisonal übliche Frühjahrsbelebung dürfte diesen Trend weiter stützen. Wir halten daher auch an unserer Prognose für das laufende Jahr fest und rechnen im Jahresmittel mit einer Arbeitslosenquote von rund sechs Prozent sowie mit 1.500 bis 2.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen an der Saar.“ So kommentierte IHK- Hauptgeschäftsführer Dr. Heino Klingen die heute (29. März) von der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit vorgelegten Arbeitsmarktzahlen.
  Alo 1 Januar 2018 (jpg)
Alo 2 Januar 2018 (jpg)
Alo 3 Januar 2018 (jpg)
Alo 4 Januar 2018 (jpg)
Alo 5 Januar 2018 (jpg)
Alo 6 Januar 2018 (jpg)



Ihr Anliegen ist unser Auftrag

Ihr Anliegen ist unser Auftrag

Saar-Arbeitsmarkt trotzt der schwachen Konjunktur